Liebe…
Sie nähert sich, meist unbemerkt
Nährt sich aus dem Quell der Wonne,
Erscheint am Himmel wie die Sonne
Wärmt nur dich und mich,
Nein alle Wesen die sich ihr verschrieben,
Lässt Klamm und heimlich kraftstrotzende Bilder in uns aufsteigen,
Wie Perlen ohne Schnur.
Am Schluss, wenn wir vom Necken müde,
Kommt endlich auch der Schwur.
Spiegel aus Stein
Bist Du je einst aufgewacht,
hast sehnsüchtig in den Himmel gestarrt,
wolltest sehen ob der Eine, der Andere
Mensch Dich auch sucht mit seinem Herz,
auch schlaf- und hilflos an fremdem Gestade,
ohne Rast und Ruhe ohne Dich wandre,
sich windet in Süßem Schmerz,
der auch ihn, jetzt und gerade,
zu Deinem Liebsten macht,
im Spiegel aus Stein, in der Nacht
Bretonischer Schrei
Lautlos gebe ich ihn frei
atemlos voller Scham.
Die Sichel der Vereinten,
seit Äonen voller Gram.
Aller Augen warten auf mich
Meine warten auf Dich.
Ob Last ob Lust
wer mag das zu unterscheiden
nach innen nach außen
nur der Frust bleibt wohl draußen.
Mit aller Macht stemme ich mich dagegen,
doch manchmal hilft eben gar nichts, von wegen.
Er muss in die Welt,
damit im Innersten Sie nicht zusammenfällt.
Pole
Wenn alles neu ist, nichts vertraut.
Um mich herum und in mir drin.
Mal Solitaire mal Entertainer,
mal Eremit mal Clubbesucher.
Auf der Suche lass die Seele baumeln,
planlos glücklich, detailverliebt im Hier und jetzt.
In den Himmel schau'n, die Bodenhaftung nicht verlier'n,
Den Sog des Leitsterns will ich spüren.
Verantwortung als Lebenssinn
Mich treibt seit einiger Zeit die Frage um: wodurch stellt sich eigentlich das Gefühl ein, ein „gutes“ Leben zu führen?
Dabei bin ich auf den Begriff Verantwortung gestoßen. Wenn ich den von mir ausgewählten, akzeptierten Verantwortungen für Menschen, Dinge, Wesen, Beziehungen in dem Maße gerecht werde, dass ich mit der Auswahl und Verteilung auf Einzelne(s) zufrieden bin, dann kann sich dieses Gefühl des Gerecht-Werdens, des Zufrieden- oder im Frieden-Sein, mit mir und der Welt einstellen. Wenn die Übernahme von Verantwortung nicht heißt, ALLES für das Objekt zu tun, für das ich mich entschieden habe Antworten auf Fragen nach Wohlergehen, Wachstum, Art-gerechte Behandlung oder Ähnliches zu geben, sondern in Abwägung der Gesamtheit der Herausforderungen, für die ich mich entschieden habe, sie anzunehmen, das jeweils in meiner Macht stehende zu tun, dann kann und werde ich mein Leben, in der Betrachtung der Vergangenheit, vor allem der Gegenwart, als „gut“ bezeichnen und bin gut beraten, diesen Maßstab auch für die Gestaltung meiner und unserer Zukunft zu nutzen.
Und wenn ich dann auch im rechten Maße Verantwortung für mich selbst, meine körperliche, geistige, seelische, soziale Gesundheit übernehme, kann diese Selbstfürsorge in Verbindung mit Selbstbestimmung und den Verbindungen zu meiner Umwelt, zur erfüllten Teilhabe am Leben beitragen. Dabei ist nicht das Erreichen eines Zustandes sondern die immerwährende Suche nach der ausgewogenen Balance zwischen zu viel und zu wenig, Ziel all meiner Bemühungen.
Brüder...
Erst eins, dann zwei, dann drei,
grad waren's wieder zwei,
die Zahl ist einerlei.
Aus einem Schoß, von einem Samen,
geboren wurden sie und kamen,
Behütet und auch wohl genährt,
auf eine Welt die immer ehrt,
was glücklich, weise oder reich
macht und zugleich
nicht satt, zufrieden oder voll
von Bändern zwischen Menschen
die beinah vom Gedanken toll,
sie wären ganz allein.
Egal wie oft, ob mit ob ohne Mo'
der eine nennt den and'ren: Bro'
Zu Chris's 69. Geburtstag
Warum...
Warum?
Warum du?
Warum? du überraschst
Dich,
Mich,
Andere,...
Darum!
Ein Gedicht, das nach einem Grund für Attraktivität von Menschen und Dingen sucht...
15.06.2026
Eine Reise...
Der Beginn liegt im Dunkel der Vergangenheit
Wie alles begann, jeder oder keiner
weiß was geschah.
Geschehen ist es um mich, spätestens beim Eiskuss,
wie viele Stationen danach,
auch das ändert sich, je näher Du `rangehst,
an das was Geschehen.
Oft besungen, belacht, beweint,
doch nie einfach nur so,
bin ich bei Dir und Du bei mir.
Seit immer für …
heute
Zum 39. Hochzeitstag am 25.06.2026
Keine Angst...
Nicht vor dem Vergessen
werden oder sein,
nicht vor dem gegessen
werden oder sein,
nicht vor dem Ende,
nur neugierig, wo ich dann wohl
mit all meinen Worten
mit meinen Taten,
die heute erfüllt sind mit Streben und Leben,
mit Geben und Nehmen,
vor allem mit Liebe,
auftauche, am Horizont der Zeit.
zum Hochzeitstag 2026
Von allem...
Vom Lieben und Hassen,
Leben und Lassen,
Prahlen und Prassen,
Suchen und Fassen,
bleibt am Ende
in jedem Kreis, an jeder Kreuzung,
in jedem Punkt, an jeder Steigung,
Ihr
Wir
Dir
nur Mut…
Entwurf über Beziehungen...
Ich sehe zwei extreme Ausprägungen von Beziehungstypen:
Den mit sehr wenigen, also zwei drei starken, gewachsenen, belasteten und belastbaren Beziehungen.
Den anderen mit eher vielen, sehr unterschiedlich langen, tiefen oder belasteten/belastbaren Beziehungen.
Dabei stelle ich mir die Beziehungen wie physische Verbindungen, also wie Bänder oder Seile vor, die sich in Länge, Straffheit, Material, Dicke, oder anderen Eigenschaften unterscheiden; die mal durch ihr Eigengewicht, mal durch bewusste oder unbewusste Aktion einer der miteinander Verbundenen, mal durch Interaktion oder Interferenz mit anderen Verbindungen oder Endpunkten Signale, Impulse, Gefühle, Stimmungen übertragen oder erst entstehen lassen.
Den ersteren halten, tragen, beeinflussen also eher wenige, sehr wirksame Seile,
der Andere kann sich eher durch ein Netz von Verbindungen beschützt, bedroht, gewiegt oder gefesselt fühlen.
In beiden Extremata aber ist es das wahrgenommene oder eher unbewusste Verhalten, die Relation zu anderen Wesenheiten, ob lebend oder unbelebt, ob denkend, fühlend oder vermeintlich regungslos, durch die eine Verortung in der gefühlten Realität bestimmt wird.
Was es ist...
Kunst ist nicht wollen
nicht sollen
Kunst ist müssen
Und - das zu wissen.
Seltsam, über die Merkwürdigkeit von Verhaltensänderungen
Ertappt,
Beim Hegen und Pflegen,
Beim Wischen und Waschen,
Wo sonst Vergessen,
Zu oft auch Essen,
ist heute,
Anderes, befremdliches,
Von wem auch immer
Beim beachten geachtet,
nicht geächtet,
nur berichtet,
Verhalten halt...
14.06.2026
Begegnungen...
Menschen, Ideen, Stellvertreter
Erkennen, Vergessen,
Auftauchen, Abtauchen
aus dem Ozean der Wahrnehmungen
Geschöpft nicht gelöffelt
Erinnerung und Prophezeiung
Ganz nah, so fern.
Fremd...
Wo bin ich
Hier
Der Mann im Spiegel
Ich
Komme mir
Einsam
Verlassen
Vor
Allem fremd
Abschied...
Hinter Deinem Lachen
Ein Mensch
Nicht ein Mensch
Der Mensch
Ob Sand in der Paella
Ob Sand im Firmengetriebe
Ob Hochzeitsfeier
Oder Kindergeburtstag
Immer
Du
Mai 2026
Schattenjäger...
Am Tag des Donners, drei Tage nach der dunkelsten Nacht, im 2020sten Jahr homozentrischer Zeitrechnung
Wenn der Tag nicht heller wird als manche Nacht,
die Kälte selbst im Sommer nicht verliert die Macht,
in aller Nähe meiner Lieben,
mein Herz fühlt sich allein geblieben,
wenn mir der Zorn durch jede Pore bohrt,
und mein Verstand im Kreise schmort,
wenn jede Lust und Freude ist geronnen,
dann hat der Schatten wieder mal gewonnen.
Schattenjäger Ihr,
die tief mit euren Lichterspeeren
versteht so oft das Licht zu mehren.
Vertreibt - seit ihr geboren seid -
in mir schon manche Dunkelheit.
Lasst mich mit meiner Königin
fast jeden Tag mit unsrem Sinn
den satten Klang erspüren,
der nur aus Sphären her kann rühren,
aus Winkeln fern am Firmament,
den nur ein Mensch mit Kindern kennt.
Wo einst in einem einz'gen Punkt
die Welt entstand und wieder end't.
Der Quell aus der die Nachricht funkt
Sei Licht und nicht der Schatten! Punkt
Aus: Pino von Tronje, Gespräche zur Weihnacht, 2020
Gefällt mir schon ganz gut.
Bin schon ganz neugierig, wie’s weitergeht…
Papa,
So tolle Texte. Die müssen doch in einem Buch gebunden werden. Für die Nachwelt ❤️